Archiv für die Kategorie 'Fussek EM 2012'

Umparken ohne Führerschein

Geschrieben von am 19. Dezember 2014 | Abgelegt unter Fussek EM 2012

Kinners,

auf vielfachen Wunsch hier meine Top 5 Sprüche zu unserem holländischen Fleppenträger ausm Sauerland. Mit dem ersten Spruch hab ich es übrigens sogar bis in die Nachrichtensendung „heute nacht“ am 19. Dezember im ZDF geschafft. Da hab ich mich aber gefreut wie Bolle, das sag ich euch.

1. „Umparken ohne Führerschein“. Da freut sich der Autosponsor.

2. Kurze Frage an die Lizenzabteilung der Bundesliga: Darf Dortmund ohne Führerschein überhaupt in die zweite Liga?

3. So Kinners, einer muss es ja sagen: Dass die in Dortmund nicht Autofahren können, wussten wir in Gelsenkirchen schon lange!

4. 90 Tagessätze ergeben ne halbe Millionen. Auch wenn er keinen Führerschein hat, die Rente hat er auf jeden Fall durch.

5. Gerade kam mein Kumpel Erwin mit nem Sheriff-Stern am Hemd in den Kiosk und rief „Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte!“. Kerr, haben wir gelacht.

Glück auf!

Euern Otto

Eilmeldung: Korrektur Meisterprognose 2013/2014

Geschrieben von am 25. August 2013 | Abgelegt unter Fussek EM 2012

Kinners,

datt Unmögliche iss wahr geworden. Ich muss nach nur drei Spieltage meine Ligaprognose korrigieren. Wie ihr alle wisst, habb ich unsere Perle vonnet Revier, mein Schalke 04, in meiner Prognose glasklar zum Meister gemacht.

Drei Spiele und ein Championaten Liga Qualifikations-Hinspiel reichten aus, um diese Prognose vertikal inne Tonne treten zu können. Watt da teilweise los war auffen Platz, datt geht auf keine Tapirhaut.

Ich sach euch, wenn datt so weiter geht, dann fahren wir sehr bald mit Effe durche Euroliga. Und watt mich am allermeisten auffen Pinn geht, diese Saison habb ich echt daran geglaubt, datt Schalke ne gute Rolle oben mitspielen wird. Die Vorbereitung war ruhig und konzentriert wie lange nicht, wir haben bärenstarke junge Talente dabei bekommen und en erfahrenen Tripple-Sieger-Co-Trainer.

Und dann gewinnst du mühsam gegen Real Nöttingen, watt für mich noch kein Alarmsignal war, weil viele Truppen tun sich schwer inne erste Pokalrunde. Dann spielst du gegen en HSV 3:3 zuhause, datt war auch noch einigermaßen in Ordnung, weil du dachtest da ja noch „Kerr, der HSV iss ja gar nicht so schlecht wie alle getan haben“. Richtig wäre gewesen „Teufel, der HSV iss so schlecht wie alle tun und Schalke liegt auf dem gleichen Niveau.“

Ja, getz hängt wohl allet anne Qualifikation füre Championaten Liga. Wenn datt auch noch inne Buchse geht, dann aber Hut ab. Und da spielen wir gegen einen der größten aller defensiven Trainerfüchse und da dem ein 0:0 zuhause reicht, wird datt noch ein ganz heißer Souflaki-Tanz.

Ach so, ich muss ja getz noch klären, wer an die Stelle von Schalke tritt in meine große Meistervorhersage. Ihr glaubt doch wohl getz nicht im Ernst, datt datt schwatz-gelbe Bienenvolk, wo ich auf Platz 2 getippt habe, einen Platz vorrückt?

Meister wird nämlich Leverkusen. So, datt habt ihr getz davon!

Glück auf!

Euern Otto

Ottos EM-Stübken: Datt Tättoo-Debakel

Geschrieben von am 29. Juni 2012 | Abgelegt unter Fussek EM 2012

Kinners,

ich melde mich ein letztes Mal von mein FensterRentner Fusseksofa hier live aus Bueringsdorf um das Debakel vonne deutsche Mannschaft ma inne Analyse zu packen.

Erstma muss ich sagen, dass es irgendwie von Minute 10 an klar war, dass wir keine Schnitte gegen de Italiener haben. Das sind so Spiele wo du sofort siehst, das wird nix. Die Italiener waren in alle Bereiche überlegen und unsere Jungs sind da übern Platz gestiefelt wie von ihre Omas ohne Kohle zur Eisdiele geschickt. Kurz gesagt: Ratlos.

Und ich hab auch ne Idee wie das kam: Die Nationalmannschaft hat ja ma wieder inne Wellness-Oase die Zeit vor und während der EM verbracht. Während es bei den Italienern richtig rund ging mit Razzia, Skandale, Pöbeleien und was weiß ich nicht noch alles. Und auch vonne Medien hieß es dann immer bloß „Ja hier Hüstel, Hüstel, die Italianer, also wirklich. Das war ja keine Vorbereitung und dann diese Skandale und wir sind ja so gut vorbereitet und das ist alles kein Problem, denn wir haben ja nur den Titel im Visier und der ist jetzt auch ma fällig“.

Und wenn ich eine Sache als Schalker gelernt hab, ist das, dass du einen Titel erst im Sack hast, wenn das allerletzte Spiel vom Schiri abgepfiffen wurde. Aber auf jeden Fall hatte unsere Truppe in ihrer Wellness-Oase genug Zeit sich damit zu beschäftigen, was im Fussek wirklich zählt: Die Frisuren. Und da haben sie gegeelt und geglättet und geschnibbelt und gekämmt und das Haarband rein und wieder raus und hier noch ein bissken anrasiert und da noch ein Strähnken rein und dann dachten sie wohl, alles wär im Lot.

Aber da die Wahrheit ja bekanntlich aufm Platz liegt, kam auch genau da die große Ernüchterung. Da haben sich unsere Spieler die Italiener angeguckt und da ist ihnen der Schreck aber sowas von in die Glieder gefahren, dass sie sich gar nich mehr richtig bewegen konnten. Weil sie dachten sich beim Anblick von den Italienern wohl „Au weia, die sehen ja noch was besser aus als wir. Und nicht nur was die Frisuren angeht, die haben auch noch so tolle Tättoos überall und die Buchsen und Trikots stehen denen auch irgendwie besser. Und dann erst der Trainer, der sieht ja aus wie direkt ausm Modelkatalog für reifere Herren gesprungen. Wie konnte das denn passieren?“.

Ja und eh sich unsere Truppe zum umstylen in die Kabine retten konnte, hatte sie sich schon zwei Buden gefangen und das Ding war gelaufen. Also mein Erfolgsrezept für die WM in Brasilien: Tättoos müssen her! Wenn sich unsere Spieler neben ihre Spitzenfrisuren auch noch ein paar ordentliche Tättoos zulegen, sind wir endlich wieder auf Augenhöhe mit den großen Fußballnationen und dann klappt es auch mit dem Titel.

Ottos EM-Stübken: De Mülltonnenaufstellung

Geschrieben von am 23. Juni 2012 | Abgelegt unter Fussek EM 2012

Kinners,

ich melde mich hier ma wieda live von mein FensterRentner Fusseksofa aus Bueringsdorf. Wo sich Zwölfender un Tapir gute Nacht sagn un der Mettigeltitan einsam seine Runden dreht.

Au hier reißen de Neuigkeiten nich ab. Denn der Kalender sacht, de Mülltonnen müssen bald anne Straße un da iss natürlich de richtige Aufstellung datt Thema Numma eins. Mehr auffe linke oda mehr auffe rechte Seite? Mit Zuch zur Straße oda lieba en bissken defensiv de vorbeifahrenden Autos im Blick. Oda den gegnerischen Müllwagenfahrer mit ner falschen Taktik irittieren un erstma de verkehrten Tonnen anne Straße fahrn? Un dann, wenn de Taktik steht kommt erstma datt richtige Problem auffen Tisch. Wie schaff ich et, datt keine Informationen anne Nachbarschraft dringen üba meine Mülltonnenaufstellung? Soll ich meine Wilma so lange datt Telefon abklemmen un ihr en Umgang mitte Nachbarsfrauen verbieten? Fragen üba Fragen.

Aba noch ma ne ganz andere Frage iss ja, wird Deutschland getz Europameister oda nich? Ich weiß et ehrlich gesacht nich un datt Joggingbuchsenorkal iss ja bekanntlich ausser Rand un Band bei diese EM un sacht de wildesten Sachen voraus von denen nix stimmt. Aba ich denk ma, datt Finale müsste drin sein un dann kommt et wohl auffe Tagesform an.

Watt ich an diese Stelle aba au noch ma los werdn muss, iss mein Respekt anne Griechen. Wie die sich inne Partie geschmissen habn, voller Leidenschaft un mit viel Herz, datt war schon aller Ehren wert. Als se de Bude zum Ausgleich geschossen habn, da habbich ma kurz en Flattermann hier auf mein Sofa gekriecht un musste annet Championaten Liga Final zurück denken. Aba dann hat sich de deutsche Mannschaft ja zum Glück doch noch annen Riemen gerissen un datt Ding sicha nach Hause gefahrn.

Aba sons haut mich de EM imma noch nich so richtig vom Hocker, da war biss getz noch keine Legendenpartie dabei un au irgendwie keine Momente wo de dich noch lange dran zurück erinnern wirs. Aba datt kann ja au en gutet Zeichen sein, denn anne EM 1996 kann ich mich au kaum noch erinnern, nur annet packende Halbfinale damals gegn England un natürlich de goldene Bude im Finale, aba sons weiß ich da au nix mehr von und datt hatt ja dann au zum Titel geführt.

Aba da iss vielleicht doch eine Sache, wo ich mich von diese EM noch lange dran erinnern werde: Datt wir endlich ma en Bundestrainer habn, wo richtich Eier inne Buchse hatt un nich mehr nach Vergangenheit, Stargehabe, geschossene Buden un so weita aufstellt, sondan de Aufstellung genau auffen jeweiligen Gegner abstimmt. Un genau so muss datt ja au sein, datt ganze „Ja hier, ich habb aba doch fünf Stunden meine Haare schön gemacht un getz darf ich die nich auffen Platz präsentieren“-Getue vonne Spielers iss eh für de Hose. Et muss die Mannschaft spieln, wo en kommenden Gegner am wahrscheinlichsten schlagn kann un allet andere muss egal sein.

Ottos EM-Stübken: De Frisur Gottes

Geschrieben von am 14. Juni 2012 | Abgelegt unter Fussek EM 2012

Kinners,

ich melde mich hier live vom FensterRentner Fusseksofa in Bueringsdorf. Hinter mich rauscht de Klospülung un vor mich, im Garten gegenüber aalt sich en Rentnerehepaar inne Sonne. Also allet wie gehabt. Als Experte steht mich mein besten Kumpel Ärwin anne Seite, wo aba schon en leichten Sonnenstich hatt, weil ihm auf seine Seite vonnet Sofa de Sonne en ganzen Tach innet Gesicht kachelt. De Zeitverzögerung vom en auffet Sofa gerufenet „Wilma, bring ma neuet Bier“, biss inne Küche rein beträcht netto ohne Tonstörungen 10 Sekunden. Durch de ein oda andere Tonstörung kann aba au ma als Antwort „Watt iss los? Schwing deine reudige Vier?“ kommen.

Aba zurück zum Thema, wo uns alle nich mehr los läßt inne letzte Tage. De erste Woche vonne Fussek-EM iss fast rum un et iss Zeit für en kurzet Zwischenfazit. Erstma muss ich ganz klar sagn, biss getz haut mich de EM noch nich vonnet Sofa. Entweda war de letzte Saison bei uns inne Liga so gut, watt Schnellichkeit, Zauberbuden und Unterhaltungsfaktor angeht, oda aba de Spielers beie EM sin alle en bissken geschlaucht un kommen nich mehr richtig ausse Pantoffel. Man weiß et nich.

De Frisur Gottes

Au wie sonn Duell Niederlande gegn Deutschland, da hätt ich sons mitten Nervenkasper anne Sofakante gesessen. Aba da war au irgendwie kein richtigen Biss drin. De Niederländer kriegn ihre Offensive nich vernünftich auffen Platz un de Deutschen machen dann ma so zwei Buden un spieln ihrn Stiefel runta, wo de dich selbs aba au denks „Also spielerisch habn wer da aba noch en bissken Luft.“

Aba unsern aktuellen EM-Held iss natürlich unsern Gomez. „De Frisur Gottes“ wie ich en ja nur noch nenne. Un wie er da mit seine spezielle Lockenwickler-Drehung im Strafraum vonne Niederländer de erste Bude gemacht hatt, datt war schon en feinet Dingen, da kannse nix sagn. Zweite Granate bei uns innet Team iss einer wo sons inne Abwehr im tiefsten Sauerland spielt un wo ich gerad nich auffen Namen komm. Aba datt diesen besachten Profi schon vor de EM seinen Vertrach bei sein angestammten Verein verlängert hatt un sich nicht gedacht hatt „Hier, wenn ich ne gute EM spiel, dann reißen sich de Vereine um mich un ich kann ma gut wechseln oda noch en bissken ummet Gehalt zocken“, davor kann ich nur en Hut ziehn.

Medienpalavereien

Un watt gibbet sons noch so? Inne Medien drehn se nach wie vor ihrn eigenen Schuh un palavern un palavern üba alle mögliche Faktenkacke die sowieso keinen interessiert. Diesen Spieler isst mehr Joghurt un hat en halbet Kilo zugenommen, dem andern Spieler seine Olle hatt ne kurze Buchse an, welchen Einfluss der Temperaturunterschied zwischen Polen un Ukraine wohl auffe Frisuren von unsere Spielers hatt, ob unsern Trainer en neuet Glückshemd hatt un so weita un so fort.

Ottos EM-Stübken: Eventfäns & Medienleuts

Geschrieben von am 7. Juni 2012 | Abgelegt unter Fussek EM 2012

Kinners,

wenn Deine Frisöse auf einma schwatz-rot-goldene Strähnkes inne Haare hatt, wenn beien Bäcker Deinet Vertrauens der Amerikaner auf einma EM-Taler heißt un de Oma von gegenüber ne Deutschland-Fahne an ihrn Rollator geklemmt hatt, dann weiße watt Phase iss: De Eventfäns kommn wieda aus ihre Löcher.

Un der Grund dafür liecht natürlich auffe Hand. De Fussek EM. Un da ich von Beruf nun ma Rentner bin, iss et meine Pflicht vorab erstma wacker zu moppern üba allet watt nich bei drei auffen Baum iss. Un genau damit fang ich getz ma an.

De Medien

Watt mich vore EM imma sowatt von auffen Sack geht, iss de Lückenfüllerberichte inne Medien. Et iss noch nix passiert, noch kein Ball iss übern Platz gerollt un dann geht et los mit anne Nasenhaare beigezogene Berichte. Dem einen Spieler zwickt et im Hoden, dem andern fällt auf, datter selbs en halben Pole iss un dann imma un imma wieda de Frage nache Seelenlage vonne Vize-Bayern. Aba datt iss ja noch nich ma datt Schlimmste. Datt Schlimmste iss, datt alle andern TV-Sendungen, Radiostationen un Zeitungen au krampfhaft versuchn sich hintere EM zu klemmn. Da faseln alle Wetterleuts im TV nur noch darüba wie denn wohl datt Grillwetta beie Deutschlandspiele wird un ob de Muttis beiet Public Viewing ihre Leggings nass kriegn. Un dann gibbet de besten Grillrezepte zue EM, de besten Dekotipps für schwatz-rot-goldene Blumengestecke un watt auf keinen Fall fehln darf sin Gewinnspiele un Aktionen. Wer de Nationalhymne vertikal furzen kann kriecht en Kasten Pils, wer aufhört sich zu waschen un rasiern biss zum Ende der EM kriecht ne neue Karre inne Einfahrt gestellt un wer seine Olle passend zum Finale schwängert, der darf eine Ehrenrunde durche Medien drehn, weil er en EM-Baby gezeucht hat.

De Eventfäns

Un datt zweite watt mich auffen Zwickel geht, sin de Eventfäns. Da hörse un siehse zwei Jahre nix von un dann kommn se aus ihre Löcher un sin de ersten, wo schon ma Monate vorn Anpiff ihre verkackten Außenspiegel von ihre Karren mit so Spiegelkondome zutackern un sich innen Discounta ne schwatz-rot-goldene Perüke für 99 Cent füret Public Viewing kaufn.

Un dann stehn se da beiet Public Viewing, guckn sich aussere Deutschland-Spiele übahaupt nix an un glaubn, datt de EM nur so lange dauert, wie Deutschland dabei iss. Un dann geht datt Gefrage los „Ja wieso kann denn der Stürmer für Deutschland spielen wo sons in Rom spielt? Müsste der nich bei Italien spieln?“ oda nachet erste Foul „Menno, wieso tritt der eine den anderen denn, darf der das übahaupt?“.