Archiv für die Kategorie 'Lecker was aufn Teller'

Fleischsalat à la Wilma

Geschrieben von am 10. Juni 2017 | Abgelegt unter Lecker was aufn Teller

Kinners,

bei uns inne Fleischerei Korrazeck hat der Oppa früher den hausgemachten Fleischsalat im Hinterhof in ner Betonmischmaschine angesetzt. Solche Geschmackserlebnisse kriegst du heute ja nirgends mehr mit dies ganze Hygienetrallafitti überall.

Ich geb euch ma kurz das Rezept für ne große Schüssel von Wilmas Fleischsalat durch.

Zutaten:

1 Liter Gurkenwasser
20 Zwiebeln
10 Fleischwürste MIT Knoblauch vonne Fleischerei Korrazeck
1 Kilo Mayonaise
Pfeffer, Salz, (wer mag verfeinert mit Chili Flocken)
20 Bockwürstchen und 10 halbierte gekochte Eier zur Deko obendrauf

Zubereitung:

250 ml Gurkenwasser auf ex trinken, das restliche Wasser mit den klein gehackten Zwiebeln und daumendick geschnittener Fleischwurst in eine große Plastikschüssel geben. Mayonaise dazu geben und alles mit den Händen vermischen, so lange bis sich unter jedem Fingernagel  Ei befindet. Mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen nach Bedarf abschmecken. Über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen und am anderen Tag mit Bockwürstchen und halbierten gekochten Eiern garnieren.

Glück auf und guten Hunger,

Euern Otto

Wenn ihr einen Kommentar dazu loswerden wollt, haut mich einfach auf Twitter @FensterRentner an oder auf meine Facebookseite Otto Redenkämper.

Rezept des Tages: Hotdog

Geschrieben von am 24. Juli 2014 | Abgelegt unter Lecker was aufn Teller

Kinners,

wie ihr wisst, bin ich nicht nur Romantiker, sondern auch Koch aus Leidenschaft. Immer wenn mich Wilma ma über Mittach alleine läßt, erwacht der Spitzenkoch in mir und zaubert einzigartige Genüsslichkeiten aufn Teller. Und die möcht ich natürlich nicht vor euch geheim halten. Deshalb hier mein brandneuer Rezeptvorschlag für das patente Hausmänneken von Welt:

Ottos Hotdog

Schwierigkeitsgrad 8,75
Zubereitungszeit: Ohne Einkaufen 3 Minuten, mit Einkaufen und im Laden ne Runde Palavern 3 Stunden.

Zutaten:

Dose Bockwürstchen
Hotdogbrötchen aus der Tüte
Sandwich-Gurken ausm Glas
Röstzwiebeln aus der Dose
Soßen der Wahl

Zubereitung:

Hotdogbrötchen aufn Toaster, Würstchen in die Mikrowolle (Anfänger machen diese beiden Schritte nacheinander, waschechte Profis können Toaster und Mikrowelle gleichzeitig bedienen).

Brötchen aufschneiden, Würstchen rein, Gurken, Röstzwiebeln und Soßen drauf. Fertig.

Guten Appetit!

Teilchenromantik

Geschrieben von am 12. April 2014 | Abgelegt unter Lecker was aufn Teller

Kinners,

bin ich ein Romantiker aus Leidenschaft oder wat? Guckt euch ma an, was ich heute auf unsern Kaffeetisch gezaubert hab. Jetzt noch einen Pott Kaffee dabei und Wilma und ich können an uns rumknabbern, also an unsern Kuchenstücksken natürlich.

Hasenkuchen

Glück auf!

Euern Otto

Die Leberwurst muss rein bleiben!

Geschrieben von am 24. Februar 2014 | Abgelegt unter Lecker was aufn Teller

Kinners,

ich sag euch eins. Wenn ich in den Nachrichten von diesem Genmais hör, dann wird mir ganz schummerig. Ich mein, Gemüse können die klonen wie sie lustig sind, da mach ich seit dieser Gemüseseuche damals eh einen großen Bogen drum. Aber wehe die fangen an am Reinheitsgebot der Leberwurst rumzufummeln, dann krieg ich zu viel!

Denn eins ist mal Fakt. Für Leberwurst dürfen nur Sachen verwendet werden, die tagsüber in der Metzgerei auf den Boden fallen. Da dürfen auch gern mal ein paar Haare mit dabei sein oder so ein bisschen Abrieb vom Bodenbelag. Das macht ja gerade den unvergleichlichen Geschmack aus. Da brauchst du mir gar nicht mit Teewurst und anderen Frauenaufschnitt ums Eck kommen. Was ein waschechter Kerl ist, der futtert Leberwurst und zwar nicht die fertig abgepackte aus dem Supermarkt, sondern eine vom klassischen Fleischer. Da wo der Chef des Ladens die noch persönlich herstellt, im Alter von 89 Jahren und auf beiden Augen so gut wie blind. Denn nur so weiß keiner was drin ist und das ist ja die einzig wahre Erfolgsformel von dem Zeug. Wie sagte mein Opa immer, wenn er mir früher ein Leberwurstbrot fertig gemacht hat: „Nicht fragen, reinbeißen!“

Glück auf!

Euern Otto

Zossenstampf

Geschrieben von am 15. Februar 2013 | Abgelegt unter Lecker was aufn Teller

Kinners,

ihr wisst, ich bin imma nah dran anne Investigativitäten un wennet ummet Essen geht ganz besonders. Üba watt ich hier in mein Block schon allet berichten musste inne Vergangenheit, von Gemüseseuchen üba Dioxin-Hoden war allet dabei. Un wenne denks, et kommt nix mehr, kommt von irgendwo ne als Lasagne verkleidetet Pferd daher.

Aba eins muss ich da gleich ma klar stelln, bei uns im Ruhrpott da iss Pferdefleisch ne Delikatesse, hier gibbet Pferdemetzgereien, Pferdegulasch un natürlich en berühmten Pferdeklops. Also von daher iss mich datt ganze Theater um „Mutti, et liecht en Pferd in mein Bauch“ en bissken suspekt. Datt eigentliche worum et hier geht iss natürlich, datt en Leuts wieda watt untergejubelt wurd, wovon se gar nix wusstn.

Ich habb da imma sonne Szene wie aussen Zeichentrickfilm innen Kopp. Du siehs en riesen Fleischwolf un oben wird allet reingeschobn watt wech muss, alte Pferde, tote Tiere vonne Autobahn un fürn Geschmack noch en paar vonne Stange gefallene Wellensittiche un dann kommt unten aussen Fleischwolf einfach ne Masse Fleisch raus un datt wird dann einfach als allet verkloppt watt gerade gefracht iss. Als Schwein, Rind, Salami, Schinken un so weita.

Un du als Verbraucher blicks da ja eh nich mehr durch. Natürlich kannse dich denken wenne irgendwo en Angebot siehs von wegen „Tiefkühllasagne für 5 Cent“, datt da irgendwatt nich ganz stimmen kann, aba au bei viele andere Lebensmittel weiße doch gar nich mehr wo et herkommt un watt datt genau bedeutet watt da so allet auffe Packung steht.

Aba ich wär natürlich nich ich, wenn ich nich schon de Lösung parat hätt. Ich würd vorschlagn, de EU verbietet einfach alle Kennzeichnungen von Lebensmittel. Erlaubte Namen sin nur noch de Oberkategorien, also „Fisch“, „Fleisch“, „Gemüse“, „Obst“, „Milchprodukt“ und fertich iss die Laube. Watt dann da genau drin iss weiß einfach keina mehr. Wenne Bock auf Fisch hass, holse dich pauschal einfach ma en halbet Kilo Fisch ausse Tiefkühltruhe, datt Zeuch iss dann so geformt, datte au beien besten Willen nich erkennen kanns watt datt vorher ma war un dann brauchse dich au gar kein Kopp machn.

Denn eins iss doch au ma klar, wir alle wolln doch sonn bissken beschissen werdn. Et will doch keina wissen, datt füre günstigen Elektroprodukte oda Klamotten irgendwo de Leuts fürn Hungerlohn inne dritte Welt inne Wellblechhütte am malochen sin oda wir ne Ladung Ponys inne Lasagne habn. Denn wenne datt weiß, dann musse ja anfangn mitte Nachdenkerei un vielleicht au ma auffen elektronischet oda essbaret Produkt verzichtn, wo man aba gar nich drauf verzichtn mag un dann tuse ma lieba so als wüsste man von nix. Un wenn dann doch ma en Skandal hoch kommt üba en alten Zossen inne Lasagne oda ausgebeutete Malocher dann regn wer uns alle einma auf un sagn „Watt, wie? Viele Unternehmen wolln uns gar nix gutet tun, die wolln so viel Gewinn machn wie se nur können, datt gibbet doch gar nich?!“ un zwei Wochn später habn wer allet wieda vergessn un warten auffen nächsten Aufreger un dann geht allet wieda von vorne los.

Mettigel mit Spargelstacheln

Geschrieben von am 10. Mai 2011 | Abgelegt unter Lecker was aufn Teller

Kinners,

Sommerzeit is Spargelzeit is Mettzeit. So einfach sieht datt ma aus. Un ich bin ja en Feinschmecker vorm Herrn, datt is ja bekannt un so probier ich mich öfter au ma inne Küche aus. Ich sach ma, wenn Wilma mich allet hinstellt, dann bin ich sogar inne Lage mir ne Scheibe Wurst unfallfrei auffet Brötchen zu packn. Un so hab ich letztens ma en Gericht erschaffen, wofür man mir getz eigentlich sonn Restaurant-Sternken anne Tür nageln müsste.

Ich pack euch datt Rezept getz hier ma rein:

Mettigel mit Spargelstacheln

Zutaten:

5 kg Mett, halb un hab
1 kg Spargel
1 Bund Zwiebeln
1 Glas Gürkchen
Pfeffer un Salz
Brötchen

Zubereitung:

Erstma musse vor allem bei datt Wetter aufpassn, datt datt Mett nich zu heiß wird beien Transport nach Hause. Sons kannse nämlich deine übernächste Portion Mett direkt mit Petrus un seine Gesellen verspeisen. Also datt Mett nie aufen Gepäckträger geklemmt lasssen, während du noch ma kurz innet Büdken en Pilsken nimms und dein Fahrrad draußen inne Sonne steht. Mett kennt da keine Gnade, datt sach ich euch. Mett wird ja nich umsonst der Django unter den Brotbelägen genannt.

Also kaufse erstma ordentlich Mett beien guten Metzger un brings datt sicha nach Hause. Dann holse en spaar Stangen Spargel. Da nimmse natürlich en ungeschälten, weil datt is erstma billiger un zweitens ist deine Olle dann erstma wacker mitte Schälerei beschäftigt un du kanns in Ruhe Fussek guckn.

Un dann geht datt wie folcht: Du sachs deiner Ollen, sie soll den Spargel ma schälen un kochen und de Zwiebeln schneiden. In der Zeit trinks du dir erstma in Ruhe en gekühltet Pils. Denn als Spitzenkoch von Welt brauchse dich mit solche Pillepalle-Tätichkeiten ja gar nich abgeben. Dann nimmse datt Mett und brings datt richtich in Form, mit nen schönen gleichmäßigen Rundungsverlauf. Un wenn der Spargel dann fettich is, dann steckse den mitte Spitzen nach oben in datt Mett rein. Dann verziehrse datt ganze noch mit en paar Zwiebelkes un Gürkchen und fettich is unsern Mettigel mit Spargelstacheln.

Dann sach ich ma, guten Hunger!

Glück Auf!

Euren Otto