Archiv für die Kategorie 'Welterklärungen'

Von wegen Jugendwort!

Geschrieben von am 13. November 2015 | Abgelegt unter Welterklärungen

Kinners,

das mit dem „Jugendwort des Jahres“ geht meiner Meinung nach übrigens so: Alte Leute denken sich Wörter aus, die Jugendliche gar nicht kennen und prämieren diese. Oder glaubt ihr ernsthaft, dass irgendjemand das Wort „Smombie“ schon ma benutzt hat?

Aber auf eins könnt ihr euch verlassen, in jeder verkackten Nachrichtensendung wird das Wort heute groß abgefeiert. Zusammen mit den anderen Finalkandidaten, möcht gar nicht wissen, wie die wohl hießen. Meistens ja irgendein Wort für alte Leute, irgendwie „Verweselfie“ und dann noch irgendwas für Mundgeruch, ich tipp ma auf „Maulmauke“ oder so. Für mich kann es bei der Wahl nur einen Gewinner geben und das war, ist und bleibt „Trallafitti“!

Glück auf!

Euern Otto

Wenn ihr einen Kommentar da lassen wollt, guckt einfach auf meine Facebookseite:Otto Redenkämper auf Facebook

Redenkämper News Alarm… Liveticker zum Sturm Xaver….

Geschrieben von am 5. Dezember 2013 | Abgelegt unter Welterklärungen

Eilmeldung (12:37): Meteorologen sind sich so gut wie sicher. Das heute ist kein Sturm, das sind die Nachwirkungen von dem „Donnerwetter“ in der Schalker Kabine.

Eilmeldung (13:05): Die ersten Weihnachtsmärkte machen dicht, Rentner bei Hamsterkäufen von Wachskerzen, Körnerkissen und handgemachter Weihnachtsdeko gesichtet.

Eilmeldung (14:35): Sturm Xaver hat meine Joggingbuchse erreicht. Noch halten die Bündchen.

Eilmeldung (15:07): Meiner Frau Wilma hat es die Friseur zersaut, Notfalltermine beim Friseur sind ausgebucht, Krisenstab tritt zusammen.

Eilmeldung (15:43): Im Schalker Training sitzt heute jeder Schuss, Management überlegt beim nächsten Heimspiel Windanlagen aufzustellen.

Eilmeldung (15:47): Notfallfriseurtermin wurde vereinbart, der Altenheimfriseur hatte noch einen Termin frei. Die Frisur ist gerettet!

Eilmeldung (15:55): Papiertonne vom Nachbarn ist umgekippt, Papiermassen sind in Richtung Gartenteich unterwegs.

Ihr wisst ja, datt iss allet nur ein kleines Spässken, weil heute hab ich in einem Newsticker in der Glotze die Eilmeldung gesehen, datt Bremen wegen Sturm sein Training um zwei Stunden vorziehen musste. Und da weißt du bald nicht mehr wo die Medienhysterie anfängt und der Sturm aufhört.

Ich wünsche allen, denen der Sturm um die Ohren fliegt, dass Gesundheit und Häuser heil bleiben und ihr gut da durch kommt! Ich drück euch die Däumkes, besonders oben im hohen Norden!

Glück auf!

Euern Otto

Pressemitteilung vom Pilskastenminister

Geschrieben von am 13. August 2013 | Abgelegt unter Welterklärungen

Kinners,

der Mainzer Hauptbahnhof hat mir mündlich als auch schriftlich versichert, dass die Züge dort wie gewohnt fahren. Es halten sich also sowohl die Mainzer, als auch deren Hauptbahnhof an den deutschen Grundfahrplan.

Damit erkläre ich die Diskussion für beendet und starte einen Zug durch die Gemeinde. Endstation Büdken versteht sich.

Glück Auf!

Euer

Pilskastenminister

Erderwärmung 04

Geschrieben von am 2. April 2013 | Abgelegt unter Welterklärungen

Kinners,

meine Frau Wilma hatt viele Jahre mühsam en Müll getrennt, Jutebeutel mit zum Discounta genommen un jede von meine Bierdosen einzeln und handgewaschen zurück zue Pfandstation gebracht, von ihre Rote Beete Gläser, wo bevor se innen Glasconainter durften alle noch ma ne Runde inne Spülmaschine mitfahren mussten, will ich gar nich erst anfangen.

Auf jeden Fall hatt meine Frau datt allet de Umwelt zu Liebe getan, umme Erderwärmung zu stoppen. Un watt iss der Dank für alle de Mühen? Ich sach et Euch: 0 Grad auffen Tacho Anfang April 2013. Un da iss für mich datt Maß voll, aba gestrichen.

Un deshalb sach ich euch eins: Ab morgen wird zurückgewärmt, da werd ich de Erderwärmung ma zeigen wo de Plastiktüte hängt un anne zue Bahnschranke en Motor von meine Karre ma schön durchkacheln lassen un bei jeden Einkauf kauf ich mich fünf neue Plastiktüten, damit de Plastikwerke ma ordentlich an dampfen kommen.

Denn eins iss ma Fakt, vonne Erderwärmung merk ich hier nix un so wie ich datt inne Nachrichten seh, merken se au in Südeuropa oda anne Osttküste von Amerika nix davon, da isset nämlich au überall rattenkalt. Un wenn ich ma so zurück denke, als bei uns im Ruhrpott noch de Schlote richtich am dampfen waren un de Industrie gebrummt hatt, da war noch allet im Lack mitten Wetter. Da war et im Winter kalt, im Frühling wurd et warm un im Sommer war et heiß. So wie sich datt gehört.

Gut, du konntest de Wäsche draußen nich zum Trocknen aufhängen un zwischendruch mussten wer ma en paar Stunden de Fenster zu lassen wegen irgendwelche chemische Wolken, aba datt iss eben der Preis für ordentliche Jahreszeiten. Ich mein, ich will de Umwelt ja au gar nix Böses, ich will nur meine alten Jahreszeiten zurück. Datt iss doch en ganz einfachen Deal, wir haben de Umwelt alle ganz lieb un dafür macht se uns en Winter kalt un en Frühling un Sommer warm.

Aba ich will de Umwelt ja gar nix, se hatt et bestimmt au nich leicht und deshalb habbich en ganz einfachen Plan, wie wer datt mitte Temperaturen innen Griff kriegen: Schalke wird jedet Jahr Zwangsmeister. Denn de Hitzewallungen wo dann von unsere Arena inne Atmosphäre abgegeben werden, de reichen aus um von Frühling bis Herbst angenehme Temperaturen sicherzustellen. Wir lassen während de ganze Saison datt Dach zu un sammeln de Wärme bis zuen letzten Spieltach, wenn de Meisterschale vergeben wird. Dann machen wer datt Dach auf un de warme Luft wird auf ein Schlach freigesetzt un beeinflusst de gesamte Wetterlage komplett füre kommenden zwölf Monate. Un wenn et dann droht wieda kälter zu werden, dann iss Schalke ja schon wieda Meister un datt ganze Spielchen geht wieda von vorne los.

Frohe Weihnachten 2011!

Geschrieben von am 23. Dezember 2011 | Abgelegt unter Welterklärungen

Kinners,

ich wollt mich auf diesen Wech ma bei alle bedanken wo innet Jahr 2011 in mein Block geguckt habn oda mit mich inne soziale Netzwerke am rum hantiern warn, bei alle wo mich Komplimente gemacht habn aba au bei alle wo mich ne klare Ansage gemacht habn, wenn ich mitte Wörters ma sonn bissken üba de Strenge geschlagn bin.

Aba zu Weihnachtn, da wollt ich au noch ma watt los werdn. An alle jungen Leuts, versucht ma en bissken watt länger bei eure Eltern sitzn zu bleibn un nich gleich an Heilichabend inne Disco zu rennen, denn wechballern könnter euch noch genuch inne nächsten Wochn. An alle Eltern, macht Eure Blagen nich verrückt, wenn se am knöttern dran sin, lasst se knöttern un wenn se nich mit inne Kirche wolln, dann soll datt nich euer Problem sein.

An alle Männers, macht Eure Ollen nich verrückt, wenn der Weihnachtsbraten ma nix wird oda de Kuchen in sich zusammn fällt un haut Euch vorn Besuch beie Schwiegereltern ne ordentliche Pulle Schnappek inne Rübe un haltet einfach de Klappe, datt iss datt beste watter machn könnt.

An alle Frauen, macht Eure Kerle nicht bekloppt, wenn se an Heilichabend inne Joggingbuchse verbringen wolln, weil datt datt beste Kleidungsstück iss, um de Plautze nachet ganze Essen in Schach zu haltn. Un wenn se sich datt eine oda andere Pils zu viel inne Rübe schraubn, dann drückt ma en Auge zu, denn irgendwann hält sonn Männerhirn datt ganze Verwandtengelaber nich mehr aus un braucht ne gepflechte Ladung Hochprozentiget.

Un an alle Omas un Oppas, macht eure Kinder nich verrückt, de wissen schon wie se ihre Blagen erziehn un watt gut iss un watt nich, da brauchn se nich noch zwei alte Leuts, wo meinen se wüssten datt allet bessa.

In diesen Sinne wünsche ich Euch allen en frohet Weihnachtsfest. Haut euch de Bäuche voll, beschenkt Euch, habt euch lieb un vergesst inne ganze Aufregung nich euch zwischendurch au ma ordentlich zu begatten, denn datt iss imma noch eina vonne besten Stresslöser.

Glück Auf!

Euern Otto

Wort zum 3. Adventssonntach

Geschrieben von am 11. Dezember 2011 | Abgelegt unter Welterklärungen

Kinners,

ich bin ja in sonne besinnliche Stimmung drin anne Adventssonntage un deshalb werd ich heut ma meine kleine Serie vonne unbesungenen Helden vonnen Alltach fortsetzen, wo ich letzte Woche mitte Polizisten angefangn habb.

Heute geht et umme Discountamitarbeiters. Da muss ich an diese Stelle ma echt en Hut vor ziehn. Besonders inne Weihnachtszeit würd ich da nich unta drei Strafanzeigen am Balch pro Tach durch sonne Schicht kommn. Wenne datt siehs, watt sich de Leuts da teilweise umme Angebote kloppn oda wie se zickich werdn, wenn ihr liebstet Produkt, wo se letztet Jahr Weihnachten noch so lecka gegessen habn, dies Jahr nich mehr mit im Sortiment dabei iss dann würd mich als Mitarbeiter de Kamm aba sowatt von am schwillen dran sein.

Un oben drauf kommt ja au noch de ganze Schufterei. Regale einräumen, ausräumen, umräumen, ganzen Tach unter sonne Neonbeleuchtung arbeitn und mit ma in Ruhe en Päusken machen, iss et da glaub ich au nich weit her. Denn wenn datt stimmt, watt so imma inne Medien kommt, dann habn so Discounta von Betriebsrat oda Arbeitnehmerrechte wohl noch nich datt Allermeiste gehört.

Ich war hier letztens ma in sonnen Gerümpeldiscounta, wo de alles kriechs von Teller üba Wischmöppe bis zu irgendwelche Dekosachen für Weihnachten. Da habbich nach en paar Minuten schon Schnappatmung gekriecht, weil de datt in der Luft da gar nich aushalten konns. Datt war sonne ganze schmierige Luft, ich kann datt gar nich beschreibn. Un wenne dann überlechs, du stehs da jedn Tach mindestens acht Stunden drin, dann kriechse ja zu viel.

Ne, ne, ne. Da läuft irgendwatt ganz verkehrt inne Arbeitswelt. Normal müsste datt so sein, datt man et gar nich nötich habn müsste, sich für sonn Hungerlohn da zu verbiegn. Da müsste man eigentlich sonnen Chef sagn „Hier für sonn paar Kröten, kannse deine Kacke selba verticken“. Aba da et ja kein Mindestlohn gibt oda datt allet üba irgendwelche Wege ausgeheblt wird, kommse da nich weita. Vielleicht iss datt Beste doch irgendwie sonne Art Grundrente für alle vonnet 18. Lebensjahr an. Un dann hasse datt schon ma zum lebn un wenn dich dann eina kommt un dich für 1,99 Euro de Stunde beschäftign will, dann kannse dem sagn „Weiße watt, ich habb meine Grundrente, zahl mich ordentlich oda lass et bleibn“. Aba datt iss noch ma ne ganze andere Geschichte.

Meine Botschaft fürn dritten Advent iss also an alle wo datt hier lesen: Seid nett zu de Discountamitarbeiters, macht keinen Max wenn datt anne Kasse ma watt länger dauert oda irgendwatt ausverkauft iss un schenkt den Mitarbeitern da ma en liebet Lächeln oda lasst ma en nettet Kompliment üba eure Lippen kommn. Denn datt hatt ja nu noch wirklich nie jemanden geschadet. Selbst mich nich.

Wort zum 2. Adventssonntach

Geschrieben von am 4. Dezember 2011 | Abgelegt unter Welterklärungen

Kinners,

als ich de ganzen Fernsehbilders vonne letzten Wochen ma so habb Paroli laufn lassn iss mich ma watt aufgefallen. Et iss echt ma anne Zeit en Hut vore Arbeit vonne Polizisten zu ziehn. Wenne datt siehs, watt da los iss, sei et rund ummen Castor, beiet Stuttgart 21 un vor allem beien Fussek, da denk ich mich imma, sonn Job würd ich nich machn wolln. Un ich mein getz nich de Verwaltungsleute, sondan de Leuts wo en Einsatzbefehl kriegn un dann ma wacker ihrn Hintern hinhalten müssn.

Ich habb selbs noch nie watt mitte Polizei zu tun gehabbt in mein Lebn, ausser wenn mir ma einer gesacht hatt, ich soll ma wacker nach Hause tapern, wenn ich hackendudeldicht inne Fußgängerzone von Buer en Liedken geträllert habb.

Aba ich mach datt ganze Draufgekloppe auffe Polizei nich mehr hörn. Da wird et mit Sicherheit au en paar gebn, wo en bissken durchenander unterwechs sin, aba datt gibbet ja in jeden Beruf un in jede Gruppe. Datt iss ja so wie wenn du de paar bekloppten Fussekfans wo nix anderet suchen als Bambule mitt alle andern gleich setzt.

Ich stell mich datt imma vor, wenn sonn Familienvater wo en paar Blagen zuhause hatt en Einsatz bei sonne Risikopartie im Fussek hatt un dann sitzen de Blagens un de Frau zuhause un machn sich en Kopp, datt der nich einen vore Rübe kriecht. Un watte Bezahlung un de Ausstattung angeht, sieht datt ja wohl ganz düster aus, wenn ich datt richtich verstanden habb, watt man so hört un liest. Un dann wird dich zur Krönung au noch von alle Seiten annet Bein gepinkelt, wenne irgendwo sachs du komms vonne Polizei.

Deshalb iss mich datt getz ma en Bedürfnis datt hier in mein Block ma inne Debatte zu bringn. Datt iss getz ma meine Botschaft innen Advent rein. Leuts wo für ein de Rübe hin haltn pinkelt man nich annet Bein. Un wenn da en paar schwarze Schafe bei sin, dann iss datt anders rum gesehn natürlich au nich in Ordnung. Datt iss doch im Prinzip ganz einfach un datt sach ich getz au ma inne schmusige Weihnachtsstimmung rein: En gepflechten Umgang mitenander iss doch getz keine Zauberei, man muss et nur wolln. So einfach iss datt.

Glück Auf!

Euern Otto

Goldenen Herbst am Arsch(geweih)

Geschrieben von am 22. September 2011 | Abgelegt unter Welterklärungen

Kinners,

Sommer, da war doch ma watt. Die älteren unta Euch können sich vielleich noch dran erinnern, et gab ma ne Zeit da war datt von Juni bis September heiß wie sonstwatt. Da konnten die Muttis in aller Ruhe ihre Läggings spaziern tragn un de Arschgeweihe blitzten inne Namittachssonne.

Un watt iss heute? Heute hasse beien Anblick vonne pralle Mittachssone gerade ma de Sonnenliege raus geschoben, den Schirm aufgespannt, dein Edelkörper samt Gemächt mit Sonnencreme eingeschmiert un dann zeicht dir der Sommer en Stinkefinger un schickt dich erstma en paar Regenwolken vorbei.

Un getz soll mich bloß keina kommen von wegen „Ja, dafür gibbet aba en goldenen Herbst?“. Watt nützt mich en goldenen Herbst, wenn der ganze Sommer von vorne biss hinten verkackt war? Datt iss so, als wenn du deine Hochzeit feiers un der Pfarrer iss hackedicht, auffe Feier gibbet ne Prügelei un am Ende kotzt du der Braut noch auffet Brautkleid un dann kommt eina un sacht „Ja, dafür gibbet ja vielleicht ne schöne goldene Hochzeit“. Datt bringt dich dann au kein Meter weiter, verstehse.

Aba et nützt ja allet nix, der Somma iss vorbei, hier inne Läden habn se schon de ersten Weihnachtssüßigkeiten rausgestellt. Da kriech ich direkt datt kalte Kotzen. Die Leuts müssen ma einma inne Birne kriegen, datt et nich imma allet geben kann. Denn nur wenne watt nich so oft bekomms, dann wird dich datt erst wertvoll. Datt iss wie mit meine Olle, wenn die mich jedet ma ne Rundumversorgung verpassen würde, wenn ich mitte gespannte Joggingbuchse auffet Sofa sitze, dann hätt ich aba nach zwei Monaten en Kolben sowatt von am Glühen un gar kein Bock mehr auf weitere Unternehmungen in diese Richtung. Nur wenn et watt besonderet iss, wenn deine Olle ma dein Reifendruck manuell nachkontrolliert, dann freuse dich au drüba, wisster Bescheid.

Glück Auf!

Euern Otto

Ottos Wirtschaftslexikon – De Wirtschaftsregierung

Geschrieben von am 29. August 2011 | Abgelegt unter Welterklärungen

Kinners,

mein kleinet Wirschaftslexikon hatt inne Fachwelt ja schon ma für Aufsehn gesorcht. Also hau ich Euch direkt ma de nächste fachlich saubere Erklärung ummen Kopp. Heute geht et ummen Fachbegriff „Wirtschaftsregierung“.

Et iss im Prinzip ganz einfach. Wenn ich zusammen mit en paar Kumpels inne Wirtschaft hocke un ein Herrengedeck nachet andere zische dann wird der Abend natürlich imma bunter. Et bestellt jeda für irgendwen irgendwelche Runden un am Ende weiß keina mehr wer watt bezahln muss. Un dann fängt der erste an bölken „Wirtschaftsregierung!“.

Un dann lecht uns der Wirt den kompletten Deckel für alle auffen Thresen un dann werden de Patten gezückt un aufgemacht. Un wer an dem Tach am meisten drin hatt inne Patte, der muss au et meiste dabei tun, da werdn da so lang reihum de Scheinkes auffen Thresen gepackt, biss de Rechnung bezahlt iss.

Un datt allet ma fünf Nummern größer gedacht iss getz de europäische Wirtschaftsregierung. Da wird erstma ohne Ende vonne Politiker eine Runde nache andere füret Volk ausgegeben ohne Rücksicht auf Verluste, biss dann de Rechnung auffen Tisch kommt. Un dann muss eben jedet Land de Patte auf machen un da Deutschland gerade datt meiste Geld inne Patte hatt, müssn wir au datt meiste zahln un datt nennt sich dann Wirtschaftsregierung.

Un datt lernter getz ma alle wacker auswendich, irgendwann gibbet en unangekündichten Test.

Glück Auf!

Euern Otto

Unerfrischt aba glücklich

Geschrieben von am 14. Juli 2011 | Abgelegt unter Welterklärungen

Kinners,

mich iss letztens en Dingen passiert. Ich wie imma schön mitte Discounter-Prospekte un ne Stulle Leberwurst auffen Thron verzogen un ma wacker zum Stuhlgang angesetzt. Soweit war allet im Lack. Da will ich euch au gar nich weiter mitte Details behelligen. Aba als ich fettich war, stellte ich auf einma fest, datt kein Toilettenpapier mehr greifbar war. Weit un breit nix zu sehn.

Da saß ich da innen Schlamassel. Ich also de Klotür, wo ich auffet Klo sitzend bedienen kann, en Spalt aufgemacht un rausgebölkt „Wiiillllmmmaaaaaa! Klopapier iss alle! Watt mach ich denn getz!“ un dann rief meine Wilma zurück „Ne Otto, datt iss nich alle, ich hab bloß de Marke gewechselt, guck ma in datt kleine Kästken da unteret Waschbecken, da iss Klopapier drin.

Ich also geguckt un tatsächlich, vonne Beschriftung her war datt ganz klar Klopapier. Ich also sonn Lappen rausgezogen un da kriecht ich auf einma sonn feuchtet Gefühl anne Fingers. Ich denk, datt kann doch nich wahr sein, wie geschieht mich denn getz? Habbich mich de Packung noch ma genau angeguckt un da handelte et sich allen ernstet um feuchtet Toilettenpapier. War sonn Werbeslogan drauf „Erfrischt – Diskret und überall“. Datt hatt mich gerade noch gefehlt.

Aba watt willse mache, inne Not nimmt der Teufel Brennesselblätter sach ich imma. Also ich ma sonn Dingen angesetzt un datt war en Gefühl, datt kann ich euch gar nich beschreibn. Wie wenn en alten Dackel seine Schlabberzunge einma quer durch meine Kimme gezogn hätt. Pfui, war datt ekelich. Un datt war au noch irgendswie mit Kamillextrakt oda sowatt. Da kann ich mich doch gleich en Teebeutel Kamillentee durche Kimme ziehn, da kriech ich doch einen anne Waffel bei sonne Kacke. Ich mein Fortschritt schön un gut, aba irgenwo hört der Spass au ma auf.

Ihr müsst ja imma bedenken, datt meine Kimme vom Rang her Weltkulturerbe iss un an sonn Weltkulturerbe gehse ja au nich ma eben mitt irgendwelchen Firlefanz dran. Datt muss gehecht un gepflecht werdn, so wie datt schon de Ahnen un de Urahnen gemacht haben. Un datt iss nun ma, mit Standard-Toilettenpapier, maximal 4-lagig, ohne Firlefanz, vonnem Discounter.

Aba ich habb et überlebt. Dieset schmierige Gefühl habb ich dafür en ganzen Tach nich mehr ausse Buchse gekriecht. Ich bin sogar zum Äußersten gegangen un hab mich inne Dusche bewecht, um dem Leid ein Ende zu setzn, aba ich habb datt Gefühl nich mehr aussen Kopp gekriecht. Meine Kimme war nicht mehr datt, watt se vorher ma war. Un da gab et nur eine Lösung, ich hab mich bei mein Büdken datt härteste Toilettenpapier geholt wo se hattn un zuhause erstma nachfurniert. Un siehe da, bald stellte sich datt altbekannte Gefühl wieda ein, wo en richtigen Mann von nem falschen Dackel unterscheidet. Un getz kann ich wieda in Ruhe auffet Sofa sitzn, unerfrischt aba glücklich.

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