Ich dreh am Rad!

Geschrieben von am 18. Oktober 2016 | Abgelegt unter Glotze

Kinners,

ich dachte ich sehe nicht richtig, als ich letztens durch die Programme gezappt habe und auf einmal drehte sich das „Glücksrad“ vor meinen Augen. Und dann läuft das auch noch auf „RTLplus“, da war das Nostalgiegefühl perfekt. Kerr, da wurden Erinnerungen wach. Das glaubt ja heute keiner mehr, was für ein großes Ding die Sendung früher war. Mir sind auch direkt meine liebsten Kandidatentypen wieder eingefallen.

Die Konsonantenkäufer

Der Name sagt eigentlich schon alles. Für die Jüngeren unter euch, beim „Glücksrad“ durfte man Vokale kaufen, wenn man sich genügend Punkte dafür erspielt hatte.  Nicht jeder hat kapiert, was damit gemeint war. Das ging dann so: „Ich kaufe ein R.“
„Heinz-Rüdiger, das R gibt es umsonst.“
„Ok, dann kaufe ich ein T.“

Die Abräumer

Das waren meine großen Helden. Der Gewinner konnte am Ende einer Sendung immer aus unterschiedlichen Gewinn-Paletten auswählen. Und die Abräumer hatten so viele Punkte erspielt, dass alles möglich war. „Ich nehme dreimal die grüne Palette“ oder „Ich nehme alles bis auf das Tisch-Solarium“, ließen sie den Moderator mit majestätischem Unterton wissen.

Die Verschenker

Eine Steigerungsform des Abräumers. Die dominierten nicht nur die gesamte Sendung, sondern verschenkten, um die Demütigung perfekt zu machen, auch noch Sachen an die unterlegenen Kandidaten. „Ich nehme alles und für Hildegard den Radiowecker und für Manfred das Duftbaum-Set.“

Der kleine Mann

Der kleine Mann, auch in der Variante die kleine Frau anzutreffen. Das waren die Kandidaten, die mit ihren Armen nicht ans Rad kamen. Also musste der Moderator eingreifen und stellvertretend das Rad drehen. Immer wenn er auf einer besonders hohen oder tiefen Summe landete, gab es ein „großes Hallo“.

Ich habe mich damals immer gefragt, ob ich mit meiner Plauze so nah ans Pult gekommen wäre, dass meine Arme noch bis zum Rad gereicht hätten. Ich werde es nie erfahren. Obwohl, jetzt wo das „Glücksrad“ wieder läuft …. wie teuer war gleich noch das „R“?

Glück auf!

Euern Otto

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